Turkmenistan I
18. September 2017
Usbekistan
7. Dezember 2017

Turkmenistan II

Mary, eine weitere weiße Stadt. Wie alle Turkmenischen Städte fast komplett aus weißem Marmor gebaut, breite Straßen und nichts los. Kaum Leute und Autos sind unterwegs. Nur der Bahnhof ist voll mit Menschen. Ich stelle mich an einem Schalter an, es ist furchtbar voll und jeder will der erste sein. Ich schaffe es nicht mich nach vorne zu drängeln.

Dann war 12:00 Uhr, Mittagszeit. Die Schalterdame lies sofort alles stehen und liegen, schloss ihr Fenster und ging in die Pause. Ohne Ankündigung, ohne die Aktuelle Person zu Ende zu bedienen. Einfach gegangen.

Ein Turkmene übersetzte für mich, dass ich bis 18:00 Uhr warten müsse um ein Ticket zu kaufen.

Wir haben 12… Nur 6 Stunden warten, in einer Stadt, die nichts zu bieten hat. Super Aussichten. Direkt auf der Straße wurde ich wegen Geldwechseln angesprochen und der Mann nahm mich dann mit in einen Elektronikladen voller Jugendlichen, die mich zu sich einluden und wo ich den Tag verbringen konnte.

Als Transitreisender ist es eigentlich schwer mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen, da man den ganzen Tag auf dem Rad sitzt und nicht wirklich Zeit hat sich irgendwo lange aufzuhalten.

Sie erzählten mir, dass Ihr leben gut ist und die Menschen zufrieden sind. In Turkmenistan sind Gas, Wasser und Elektronik kostenlos. Benzin kostet 10 Cent pro Liter. Schade sei, dass die Regierung so gegen Tourismus sei und man daher selten wirklich mit fremden in Kontakt kommt. Sie waren sehr begeistert über meine Erzählungen über Europa und meine Bilder von Deutschland.

Am Abend halfen sie mir das Ticket zu kaufen und um 22:00 Uhr bestieg ich den Zug. Das Rad wurde im Gepäckwagen untergebracht.

Um 03:00 Uhr kam ich in Turkmenabat an. Die Grenzstadt. Da ich nichts anderes zu tun hatte fuhr ich mitten in der Nacht zur Grenze und wartete bis 7:oo Uhr, bis die Grenze öffnete und ich nach drei Tagen schon wieder ausreiste. Usbekistan erwartete mich.

1 Kommentar

  1. Lieber Tobias,

    lesend verfolge ich Deine spannende Reise.
    Gut, dass Du bei allen Widerwärtigkeiten die Nerven behältst.
    Herzlichen Gruß aus der Heimat!
    Karl J. Rieger, Dechant

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