Radelman.de

Ein Abenteuer

Ab durch die Mitte

„Sie sind hier nun mal im schönen Mittelgebirge, da kann es durchaus ab und zu mal bergauf und bergab gehen“ – Mitarbeitern des Tourismusbüros Altfeld

„Sportlich Sportlich! Flussradwege kann ja jeder. In so kurzer Zeit? Krasse Sache!“ – Fahrradtechniker Fahrradladen Leipzig

„Deutschland ist doch ganz schön“ – Frau in Eisenach

Nun sitze ich hier mit geschundenen Beinen in Leipzig und lasse die letzten Tage revue passieren.Einmal übers Mittelgebirge mit voll bepacktem Fahrrad. Google Maps gibt für diese Strecke ca 5000 Höhenmeter an. Bin ich das wirklich gefahren? Nun, der Tacho sagt 807 Gesamtkilometer und das Trackinggerät spiegelt das auch wieder, also wird es wohl stimmen. Nur heißt dies, ich habe mich wieder nicht an mein Ziel gehalten mal zu entschleunigen und die ganze Sache ruhig anzugehen. Nun habe ich etwas über die Hälfte geschafft und der härteste Teil liegt wohl hinter mir. Daher mache ich jetzt ein paar Tage Pause und versuche mich ein bisschen zu regenerieren. Danach geht es weiter Richtung Dresden und Görlitz, wo ich die Grenze zu Polen überqueren möchte.

Was gibt es zusammenfassend über die letzten Tage zu sagen?

Deutschland ist doch ganz schön. Ganz einfach. Ich sah Orte, größer oder kleiner, die echt sehenswert sind. Besonders hervorheben möchte ich Alsfeld, anfang des Tages nur ein Fleck auf der Landkarte, entwickelte sich aber zu einem unglaublich Lohnenswerten Ziel. Ein kleines Städtchen mit wunderschöner Altstadt. Definitiv eine Reise wert.

So fuhr ich also von Gießen über Alsfeld nach Bad Hersfeld und weiter nach Eisenach, wo ich die Wartburg besichtigte. Danach war Gotha, Erfurt und Weimar dran.

In Bad Hersfeld hielt ich mich nur zur Übernachtung auf, dort geht mein Dank besonders an die St. Lullus Gemeinde, die mich in Ihrem Gemeindehaus übernachten lies. Eisenach ist historisch durch Martin Luther und die Wartburg bekannt, aber auch die schönen alten Villen am Stadtrand haben ihren Reiz.

Gotha, die Stadt aus der so viele Königshäuser stammen und die heute noch Sämtliche Europäische Monarchien abstammen enttäuschte mich sehr. Die Stadt wirkte sehr heruntergekommen und schien den Einfluss der DDR nie überwunden zu haben. So fahren dort die selben alten Straßenbahnen, die ich einst in Russland bewunderte und es wirkt alles so grau. Vielleicht ist mein Urteil etwas voreilig und Leute, die schon dort waren finden diese Stadt wundervoll, ich konnte ihr leider nichts abgewinnen und fuhr zügig weiter nach Erfurt. Erfurt begeisterte mich. Eine schöne Altstadt und der Beeindruckende Erfurter Dom faszinierten mich, so blieb ich ein paar Stunden um mir alles genauer anzuschauen.

Ganz besonders faszinierte mich Weimar, eine Stadt, die doch so eine Wichtige Rolle in der Deutschen Geschichte inne hatte und in der  außerdem die Wohnhäuser von Goethe und Schiller stehen. Weimar ist voll von Touristen, überall Reisegruppen, die durch dieses kleine Städtchen ziehen. Lang überlegte ich, ob ich nicht dort ein paar Tage Pause machen solle. Leipzig aber ist eine große Stadt und da ich noch zu einem Fahrradladen wollte (einem der so Räder wie ich es habe vertreibt) nahm ich noch einen 100km Tag in kauf und radelte nach Leipzig.

 

 

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  1. Fabian Th.

    Hallo Tobias,
    sind wieder tolle Bilder geworden!
    Wünsche dir noch viel Spaß und breite Wege auf deiner Reise.
    Sehen uns in Krakau.
    Fabsi

  2. Gritt-Madison

    Hi Tobias,

    ich freue mich wahnsinnig über diesen Blog-Eintrag, weil ich endlich deine Route mit Bildern nachvollziehen kann 🙂
    Weiterhin hoffe ich auf fantastisches Wetter für deine Radreise und wünsche dir viel Spaß und viele Kilometer bergab!

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