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2. Juni 2018

Taiwan

Angekommen in Taiwan, fand ich direkt einen Taxifahrer der mich und meine Radbox für wenig Geld zu meinem Host Tim fuhr. Während der Fahrt fing es an zu regnen. Es hörte erst nach zwei Wochen wieder auf. Sofort nutzte ich die Sonnenstrahlen für mein nächstes Projekt. Einmal über die Berge Taiwans. Von Hualien gibt es die Huanchan Passstraße. In 80km von Meereshöhe auf über 3200m. Alle Taiwaner mit denen ich sprach waren sich einig. Es ist unmöglich mit dem Rad dort hoch zu fahren. Challenge accepted. Nach zweieinhalb Tagen stand ich oben auf dem Gipfel! Es war wohl der härteste Pass meiner Tour, aber absolut Traumhaft. Was für eine Tolle Aussicht. Auf dem Gipfel war es aber schon wirklich kühl, hier merkte man, dass das Jahr weit fortgeschritten war. Es war ja schon November. Die Taiwaner sind so ganz anders als Chinesen. Sehr neugierig und fröhlich einen Ausländer zu sehen, ständig wollten sie Fotos machen und schenkten mir Essen und Trinken.

Taiwan ist super leicht zu bereisen. Überall gibt es Radwege, die Leute selbst fahren viel Fahrrad und die Leut nehmen viel Rücksicht. Zelten kann man überall. Taiwan war eines von wenigen Ländern, wo ich mein Zelt wirklich direkt neben den Straßen aufgestellt habe, ohne groß ein Versteck oder so zu suchen. Ich wusste es war sicher und es wird nichts passieren und so war es dann auch.

Nach dem Huanshan pass ging es runter nach Puli und zum Sonne-Mond-See und dann weiter auf den nächsten Pass. Ich bin nunmal ein Bergfahrer. Lange flache Strecken find ich langweilig. Ich brauche immer eine neue Herausforderung. Auf dem Pass angekommen erlebte ich die erste nicht so schöne Situation. Auf dem Gipfel gibt es ein Hostel, aber es war voll. Die Besitzer wollten mich aber auch nicht einfach auf einer Matratze schlafen lassen. In Hostels gibt es eigentlich immer einen Platz, und wenn es halt auf einer Matratze ist aber ich wurde einfach weg geschickt. So musste ich am selben Tag noch Richtung Tal fahren. Eigentlich wollte ich einen schönen Sonnenaufgang am nächsten Tag mitnehmen und dann ins Tal fahren. Zelten konnte ich nicht, da der Pass in einem Nationalpark lag und dort sind Taiwaner streng. Zelten im Nationalpark geht gar nicht. Das kann ich natürlich nachvollziehen. Weit unten am Berg komme ich in einem Hostel einer Kirche unter. Da es wieder heftig regnet sitze ich dort drei Tage fest ehe es weiter geht. Die Westküste und Kaohsiung ist das Ziel. Danach machte ich noch einen Loop durch den äußersten Süden Taiwans ehe es die ganze Westküste bis Taipei hochging. Dort packte ich das Rad wieder ein und flog nach Cebu, Philippinen. 1200km bin ich in Taiwan gefahren, das ist mehr als einmal komplett um die Insel.

Zusammengefasst hat mir Taiwan wirklich gut gefallen und ich werde sicher wiederkommen. Ein wirklich schönes Land mit super netten Leuten Sehr entwickelt aber trotzdem mit vielen Möglichkeiten.

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